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Praktische Fragen zur Funktion eines Defibrillators

Kann ein nasser Patient auch defibrilliert werden?
In einer nassen Umgebung ist es notwendig den Brustkorb des Patienten erst abzutrocknen bevor die Elektroden aufgeklebt werden. Daneben ist es wichtig, dass der Patient während Analyse und Defibrillation nicht angefasst wird.

Kann ein Defibrillator auch bei Kindern angewendet werden?
Im Allgemeinen ist ein Herzstillstand bei Kindern sehr selten, und noch seltener wird ein solcher durch Herzrhythmusstörungen verursacht. Bei den meisten Defibrillatoren gibt es eine Option für die Anwendung bei Kindern von 1 bis 8 Jahren. Oft geht es hierbei um spezielle Kinderelektroden, bei den neueren Modellen gibt es einen Knopf am Gerät zum Umstellen in den Kindermodus. Philips arbeitet mit einem sogenannten Kinderschlüssel, mit dem Sie das Gerät in den Kindermodus umstellen können.

Darf jeder einen Defibrillator kaufen?
Ja, jeder kann und darf einen Defibrillator kaufen. Nicht allein Behörden und Unternehmen, sondern auch Privatpersonen. In Deutschland schreibt das Medizinproduktegesetzt jedoch eine Einweisung vor, ausgenommen hiervon sind Privatpersonen und Vereine.

Kann jeder einen Defibrillator benützen?
Ein Automatischer externer Defibrillator (AED) ist ein Defibrillator für Laien. Mehrere internationale Untersuchungen haben gezeigt, dass das frühzeitige Zufügen einer Defibrillation bei einem Herzstillstand die Überlebenschancen enorm erhöht. Dies hat dazu geführt, dass stets mehr Betriebe und öffentliche Plätze mit sogenannten AEDs ausgestattet wurden. Die Reanimation kann und darf von jedermann durchgeführt werden!

Ist beim Kauf eines Defibrillators eine sogenannte Einweisung verpflichtet?
Falls Sie den Defibrillator kommerziell nutzen, z.B. in Betrieben, öffentliche Einrichtungen, Arztpraxen, etc. unterliegen Sie in Deutschland der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV). Dies bedeutet, dass vor dem Einsatz am Patienten durch Ersthelfer oder medizinischem Fachpersonal eine Geräteeinweisung stattfinden muss. Privatpersonen und Vereine sind hiervon ausgenommen. Sollten Sie bereits ein baugleiches Modell des Herstellers besitzen und eine entsprechende Ersteinweisung bereits erhalten haben, benötigen Sie keine erneute Einweisung für neu erworbene Geräte.

Benötigen Sie eine Einweisung? Nehmen Sie dann Kontakt mit uns auf unter info@aedverkauf.de oder info@aedverkauf.at

Warum muss man zwischen den Defibrillationen des AED-Gerätes die Herz-Lungen-Wiederbelebung weiterhin durchführen?
Der Defibrillator wird Ihnen nach der Analyse, falls notwendig, den Auftrag erteilen einen Schock einzuleiten. Nach der Defibrillation wird Ihnen das Gerät den Auftrag geben die Herz-Lungen-Wiederbelebung wieder aufzunehmen. Hierdurch versorgen Sie sowohl Gehirn als auch das Herz mit Sauerstoff und machen so das Herz wieder sensibler für die lebensrettende Defibrillation.

Wie sicher ist die Handhabung eines Defibrillators?
Wenn Sie die Anweisungen des Defibrillators genau befolgen ist das Gerät äußerst sicher. Da das Gerät in einer Vielzahl von Situationen gebraucht werden kann, sind darin einige Sicherheitsregelungen verarbeitet. Der Defibrillator wird den Auftrag zur Defibrillation nur dann geben, wenn die vorangegangene Analyse dessen Notwendigkeit festgestellt hat. Durch eine Stimmausgabe wird der Defibrillator Ihnen die Anweisung geben, den Patienten während der Abgabe des Schocks nicht anzufassen.

Ist der Gebrauch eines Defibrillators immer erfolgreich im Falle eines Kreislaufstillstandes?
Nein. Den Auftrag zu einem Stromstoß wird Ihnen der Defibrillator nur erteilen wenn ein Kammerflimmern vorliegt, oder im Falle einer anderen defibrillationssensiblen Herzrhythmusstörung. Des Weiteren ist es immer notwendig, den Patienten per Mund-zu-Mund Beatmung und wenn nötig auch durch Herzmassage mit Sauerstoff zu versorgen. Je mehr Zeit bis zur Anwendung von geeigneten Maßnahmen vergeht, desto weniger sensibel wird das Herz für eine Defibrillation und die Chance auf ein Überleben nimmt so mit jeder verstrichenen Minute drastisch ab.

Was genau macht ein Defibrillator wenn jemand einen Krauslaufstillstand hat?
Die Ursache eines Kreislaufstillstand, zum Beispiel als Folge eines Herzinfarktes, ist in ca. 70-80% der Fälle ein totales Chaos in den elektrischen Bahnen des Herzens. Eigentlich kann man nicht wirklich von einem Herzstillstand sprechen. Das Herz steht nämlich nicht still, sondern vibriert in einem chaotischen Muster und zieht sich dabei nicht mehr zusammen. Dieses Vibrieren des Herzens wird auch Kammerflimmern genannt. Durch das Anwenden einer Herz-Lungen-Wiederbelebung wird sowohl das Herz als auch das Gehirn mit Sauerstoff versorgt. Das Kammerflimmern können Sie damit leider nicht beheben. Die einzige Möglichkeit ist hier eine frühzeitige Defibrillation des Herzens. Dadurch wird das herrschende Chaos gestoppt und das Herz kann wieder auf normale Weise mit seinem Rhythmus starten. Je länger mit einer Defibrillation gewartet wird, desto weniger sensibel wird das Herz für diese und die Überlebenschancen nehmen stark ab.

Wieviel Zeit habe ich, um jemanden zu reanimieren der einen Herzstillstand hat?
Nur einige Minuten. Wird innerhalb von 6 Minuten reanimiert und defibrilliert, dann liegen die Chancen auf ein Überleben bei ungefähr 70%. Nach diesen 6 Minuten sinken die Überlebenschancen schnell. Mit jeder Minute Verzögerung bis zum möglich lebensrettenden Schock nehmen die Überlebenschancen um 10-12% ab.

Ich bin geübt in Herz-Lungen-Wiederbelebung – reicht das nicht?
Durch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung kann, im Falle eines Kreislaufstillstands, bis zum Moment der Defibrillation wertvolle Zeit gewonnen werden. Schlussendlich ist es jedoch notwendig, um bei einem Herzstillstand einen Schock zuzufügen um den Herzrhythmus wieder in normale Bahnen zu leiten. Daher wird heutzutage bei Erste-Hilfe Kursen auch oft ein Defibrillator-Training mit einbegriffen.

Welche Behandlung wird bei einem Herzstillstand empfohlen?
Eine Defibrillation ist die einzige nachgewiesene Behandlung, die den Herzrhythmus wieder normalisieren kann. Die Abgabe eines Schocks mit Hilfe eines Defibrillators muss jedoch immer mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung kombiniert werden.

Wer kann einen Herzstillstand erleiden?
Jeder kann einen Herzstillstand erleiden. Sowohl Kinder, also auch Teenager, Sportler oder ältere Menschen; es kann jeden treffen. Das Risiko eines Herzstillstandes steigt jedoch mit zunehmenden Alter. Viele Opfer von Herzstillständen hatten bereits jahrelang Herzprobleme, nur sind sie sich dessen oft nicht bewusst.

Ist ein Herzstillstand dasselbe wie ein Herzanfall?
Nein. Sowohl der Herzstillstand als auch der Herzanfall betreffen das Herz, aber doch sind es zwei verschiedene Probleme. Der Herzstillstand ist praktisch ein elektrisches Problem, ein Herzanfall ist meist eine Verengung/Verstopfung der Blutgefäße, die das Herz mit Blut versorgen. Manchmal kann ein Herzanfall, welcher an sich nicht tödlich sein muss, einen Herzstillstand mit sich bringen.

Was ist ein Herzstillstand?
Ein Herzstillstand tritt auf, wenn der normale Herzrhythmus plötzlich chaotisch wird. Das Herz kann das Blut nicht länger effektiv pumpen und der Patient bricht zusammen, stoppt mit Atmen, reagiert nicht mehr und hat keinen wahrnehmbaren Puls mehr. Wenn bei einem Herzstillstand ein Defibrillator benutzt wird, so kann dieser den lebensrettenden Schock zuführen durch den das Herz wieder im normalen Rhythmus schlägt.
Warum sind  manchmal mehrere Schocks notwendig?
Das Herz reagiert nicht immer sofort ausreichend nach einer Defibrillation. Es kann dadurch notwendig sein, das Herz mehrere Male zu defibrillieren, jeweils abwechselnd mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung.